Archiv für April 2007

die tour geht los!!

so, die nächsten 5 Wochen werde ich so richtig schön als Backpacker in chiapas, guatemala und Yucatan verbringen und die hart erarbeite Prämie von VW verprassen. Damit ihr wisst, wo ihr mich suchen müsst, falls ich nicht mehr auftauche, hier die geplante Route…kann sich aber ständig ändern!

Oaxaca – San Cristobal de las Casas – Grenz Guatemala – Lago de Atitlan – Antigua – hoch in den Norden – Livingston – Tikal – Grenze Belize – durch Belize wieder nach Mexico – Tulum – Chichen Itza – Mérida – Palenque – zurück nach Puebla

So in etwa der Plan, aber wer weiß wie es werden wird. Die neusten Infos, wann immer sich ein Internetcafé auftreiben lässt und ich nicht gerade im Dschungel festhänge, hier!!!

Maná

manáDer HAMMER!! Das war auf jeden Fall DAS Konzert überhaupt!! Maná live…unbeschreiblich!! und dann das alles noch in México D.F und nicht auf irgendeiner Welttour…echt, da fehlen mir die Worte….VIVA MÉXICO CABRONES!!!

und das alles an meinem letzten Arbeitstag, da fängt der Urlaub super an!!!

der Blick aus meinem Fenster

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den konnte ich euch nicht vorenthalten….ist gibt hier strom, wirklich, das funktioniert!!!

ein letztes Mal montags zur Planta…

Die letzte Woche hat angefangen….ENDSPURT bis zum Urlaub!!!

ein letztes Mal Kendo…

…einmal musste noch sein, auch wenn ich seit ca. einem Monat gar nicht mehr beim Training war…(hatte schließlich noch nen geliehenes Shiani, diverse CDs, DVDs….)

Also hab ich mich sonntagsmorgens, 8 Uhr, aus dem Bett gequält und dann das: Das Training war mit Abstand das anstrengenste des letzten Jahres…alleine bei den Suburis bin ich schon fast gestorben…und der Rest bestand aus Uchikomi, Kakarigeiko und etwas Keiko zum Ausruhen am Schluß…und das 2 Stunden lang, auf 2200m Höhe und bei 35 Grad.

Ergebnis: 4 Blasen an der linken Hand, 3 am Fuß und nen unerträglichen Muskelkater am ganzen Körper, das ich noch lebe, ist ein Wunder! Ich hätte vielleicht doch lieber in der Kindergruppe mitmachen sollen, die nebenan „gespielt“ haben.

Aber schön war es am Ende dann doch, mit all den niños, die einen nicht gehen lassen wollten…no te vas…ich hab ihnen einfach versprochen, dass ich irgendwann wiederkomme!!

Teotihuacán – „Heimat der Götter“

…welcher ist noch nicht geklärt!

Teotihuacan war das bedeutenste Kulturzentrum und die größte Stadt des alten Amerikas und ist so beeindruckend, dass ich gleich zweimal da war! Die Stadt liegt auf 2200m Höhe, es gibt so gut wie keinen Schatten und wir sind mal wieder tapfer drauf, auf die Sonnenpyramide. Die Mondpyramide ist leider zur Zeit gesperrt, da letztens dort einer ums Leben gekommen ist – steil und hoch sind sie ja…..

In der Stadt haben zuletzt die Atzteken gelebt, als sie dort ankamen (um 1250) war die Stadt aber schon mindestens 500 Jahre verlassen und die Forschung weiß von der Zeit davor wohl recht wenig. Einfach mal googlen, wer mehr Infos will, hier erst mal die Fotos!!

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Erdbeben

so wie sich das jetzt herausgestellt hat, ging das Erdbeben nicht vom Popo aus.

Hier nen Ausschnitt aus www.tagesschau.de

Offenbar keine Opfer oder Sachschäden

Erdbeben in Mexiko-Stadt glimpflich verlaufen

Touristen in Mexiko-Stadt (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Diese Touristen in Mexiko-Stadt wurden nach dem Erdbeben aus ihrem Hotel evakuiert]
Viele Tausend Menschen in Mexiko sind von einem starken Erdbeben aus dem Schlaf gerissen worden. Die Menschen in Mexiko-Stadt und der Küstenstadt Acapulco liefen in Panik aus ihren Häusern auf die Straßen. Fensterscheiben zerbrachen, vielerorts fielen zeitweise Strom und Telefonverbindungen aus. Aus den Hotels in Acapulco wurden zahlreiche Touristen evakuiert, viele noch im Schlafanzug.

Viele verbringen Nacht im Freien

Das Beben erreichte nach Angaben des Nationalen Seismologischen Instituts die Stärke 6,2 auf der Richter-Skala. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke mit 6,3 an. Etwa drei Stunden nach den ersten Stößen um 0.42 Uhr Ortszeit (7.42 Uhr MESZ) sorgte ein Nachbeben der Stärke 5,4 erneut für Panik bei Einwohnern und Urlaubern. Viele entschlossen sich daraufhin, für den Rest der Nacht nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Nach ersten Informationen richtete das Erbeben keinen großen Schaden an: Den Rettungsstellen liegen bisher keine Berichte über Opfer oder Sachschäden vor.

Erinnerungen an Erdbeben von 1985

Blick auf Mexiko Stadt (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mexiko Stadt - mit rund 25 Millionen Einwohnern im Großraumgebiet eine der größten Metropolen der Welt ]
Die Erschütterungen weckten vor allem in der Hauptstadt Mexiko-Stadt Erinnerungen an das verheerende Erdbeben vom September 1985. Damals waren mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Seither hat es zahlreiche kleine und mittlere Erdstöße dort gegeben. Mit schätzungsweise 25 Millionen Einwohnern ist Mexiko-Stadt eine der größten Metropolen der Welt. Jeder fünfte Mexikaner lebt hier.

es wackelt

So, zu den lustigen Rauchwolken hat es jetzt wohl angeblich auch noch gewackelt…Erdbeben der Stärke 6,5….letzte Nacht um 3 Uhr – also, ich konnte dabei super schlafen und hab nix mitbekommen.

Kommt angeblich 1 bis 2 mal im Jahr vor und könnte wohl in den nächsten Tagen noch einmal passieren. Mal schauen, unser Haus ist schon in der grünen Zone, also bei Ausbruch nicht so stark gefärdet;-)…die meisten anderen Praktis leben in der roten Zone….

Aber Angst muss man nicht haben, ist der best kontollierteste Vulkan der Erde. Im Gefahrengebiet leben über 30 Millionen Menschen!

er raucht mal wieder, der Popo….

aber der letzte größere Ausbruch ist schon 6 Jahre her…damals mussten wohl 30000 Menschen evakuiert werden.

Hier nen Bild von gestern:

http://www.cenapred.unam.mx/popo/2007/abr/p0411071.jpg

völlig harmlos, nur sehr wenig und hier ganz normal, aber doch komisch, wenn man die Aschewolken sieht!

zwischen Cowboys und Indianern

So, jetzt noch mal schnell etwas ausführlicher:

Am Samstagmorgen haben wir uns gegen 4:30 Uhr aufgamacht richtig Norden, mit Ziel so weit zu kommen wie möglich….das lief auch so lange nach Plan, bis uns in San Luis Potosí nen netter Mexi darauf aufmerksam machte, dass wir doch etwas wenig Luft in unserem Reifen hätten. Angehalten, 4 mehr oder weniger blonde Mädels aus dem Auto gekrochen……3 Sekunden (ich übertreibe eher) gewartet und genügend helfende Männerhände vorhanden. Ja, so ist das hier! Reifen gewechselt (Autos haben hier kein „Notrad“, sondern richtige, neue Reifen als Ersatz….ja, die Straßenverhätnisse…), zur nächsten Werkstatt, Reifen checken lassen, nichts gefunden, Luft drauf und weiter.

Bis Durango, dort haben wir dann übernachtet. war ne schreckliche Nacht: schweinekalt und plötzliche klopfte es an unsere Tür (die Tür ging auf einen Hof raus), höllisch laut! aber die Dame hatte sich wohl nur im Zimmer geirrt…

Am nächsten Morgen, wieder früh um 5 ging es weiter bis nach Los Mochis. Über eine wunderschöne, sehr kurvenreiche Straße durch die Sierra Madre (Lena hat sie gehasst). 6 Stunden für 300km, öfters mal den Mageninhalt entleeren und wir waren in Mazatlán. Von dort aus verlief die Straße parallel zur Küste durch Tomatenplantanen und Maisfelder.

Stopp dann in Topolobampo, ein kleines 800 Einwohnernest am Meer mit nur einem Hotel, aber total niedlich und natürlich mit Strand!! und Fischrestaurants!!! Camarones, mmmhhh!!! Highlight am Morgen: das Frühstück! auf ausländische Touristen ist man nicht eingestellt, gefrühstückt wird dort Sopa de Cabeza: Hirnsuppe……von welchem Tier haben wir gar nicht erst weiter nachgefragt! Irgendwann hatten wir dann eine nette Mutti gefunden, die uns eine Portion Eier, die wir zuvor im Oxxo gekauft hatten, in ihrem Stand am Hafen gebraten hat!! Echt klasse und lecker, so etwas gäbe es in D nie (die Eier schon, aber nicht die Mutti!)!!!

Bevor es weiter in die Berge gehen sollte, hieß es erst mal relaxen am Strand! Den ganzen Tag nix tun, mal ne Mango am Stiel oder Coco zwischendurch….

Am nächsten Morgen um sieben ging dann unser Zug nach Creel, angeblich einer der schönsten Bahnstrecken der Welt. Mag sein, es gibt wohl nicht viele, die sich in Serpentinen den Berg hoch schlängeln und in Tunneln 180 Grad Kurven machen….und die Aussicht war auch enorm, aber irgendwie hat doch alles etwas lange gedauert und sich die Landschaft nicht so stark verändert, wie ich erwartet habe….erst Maisfelder, dann Steppe mit Kakteenen, dann fingen die Berge an und es kam ewig Wald! mal nen See. als wir dann von Meereshöhe bis auf 2800m hoch gestuckert waren, gab es einen Stopp mit Blick in die Canyons. Die waren schon beeindruckend, 3 mal so groß wie der Gran Canyon in den USA….aber eben nicht in der Wüste….

In Creel sind wir dann 2 Tage geblieben. Ein kleiner, netter Ort, touristisch überlaufen, also das Gegenteil zu Topolobampo. Dort in der Nähe leben noch viele Tahamuraindianer in traditionellen Höhlenwohnungen oder auch in einfachen Häusern. Sie kommen nach Creel um dort ihre Produkte an Touristen zu verkaufen….auch diese Indianer sind nicht mehr das, was sie einmal waren, auch sie sind abhängig vom Zug und den Touristen die einmal am Tag angekarrt werden. Von ürsprünglichen Leben kann man also kaum reden….

Aber die Gegend war so schön, dass wir eine Tagestour mit dem Moutainbike unternommen haben. Landschaftlich toll, nur haben wir uns am Ende verfahren…..Canyons, sag ich da nur, und sie sind steil….dafür waren wir abseits der Touristenpfade, lagen unter Bäumen und hörten nichts, bis auf einmal eine Ziegenherde an uns vorbeigeführt wurde – von drei Indianermädchen. beeindruckend, diese Unterschiede. Wir mit unseren Hightech-MB….

AM nächsten tag haben wir mal wieder die Mexikanische mañana Mentalität erlebt. Wir standen am Bahnhof, wollten zurück…der Zug kam…und fuhr durch. war voll und hält dann nicht…wie gesagt, ein Zug pro Tag….und schon kamen die Kinder an und wollten uns zu einem Hotel führen. Da unsere Zeit aber auch nicht ganz endlos bemessen war, haben wir den Bus nach Chihuahua (wie der Hund!) genommen, der Endstation des Zuges um am nächsten Tag auch garantiert mitzukommen. Eine Straße durch die Berge gibt es nicht! Es ging vorbei an Cowboyranchen und Mennoiten Dörfer. Mennoiten sind Deutsche und Höllandische Auswanderer, die über Kanada nach Mexico gekommen sind und sich dort in eigenen Kolonien niedergelassen haben. am meisten produzieren sie wohl Kinder, wir hatte da ne Reisegruppe auf der Hinfahrt im Zug;-) Auf jeden Fall fallen sie optisch auf: einfache Kleider, eine weiße Haube im Haar und riesen Schuhe…dazu blond und blaue Augen, also so gar nicht mexikanisch! und wahrscheinlich noch ne menge Erbkrankheiten, da ja offensichtlich Inzucht betrieben wird….

So viel dazu – die Rückfahrt war dann noch recht spaßig, mit nem unfreiwilligen Zwischenstopp im Puff und ner Nacht+Tag in Tepic/San Blas. Nette Stadt mit vielen Cowboyhüten und Stiefeln.

und irgendwann nach unzähligen Tankfüllungen kamen wir dann wieder in Puebla an!

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